Der Amoklauf von Winnenden gießt aktuell wieder Unmengen Waffenöl in das Feuer der rechtschaffenden Altpolitiker, die statt an sich den Ursachen zu beschäftigen, lieber an den Symptomen rumdoktorn. Das probate Mittel der Wahl ist hier das ebenso altbewährte Verbot. Insbesondere natürlich Killerspiele, aber nach einer einer brandaktuellen Studie auch gerne mal wieder Rollenspiele. Und ob ihr es glaubt, oder nicht: ich fände ein Verbot von Killerspielen okay, wenn gleichzeitig alle Schützenvereine dichtgemacht würden. Nicht, daß ich auch nur den kleinesten Funken Hoffnung hätte, das es hilft, aber ich fände es wenigstens konsequent.

Und wenn wir schon beim verbieten sind, dann bitte auch alle Plastikgewehre in den Spielzeugabteilungen verbieten. Cowboy und Indianer spielen? Verbieten! Polizei und Bankräuber spielen? Verbieten! Doktorspiele? Verbieten! Neger vorne im Bus? ... Sorry, da hab ich mich jetzt etwas hinreißen lassen. Aber das hier gehört dann auf jeden Fall verboten:



Surreal Becomes Real With Toys And AR

Sollte dann wider Erwarten doch noch ein Amoklauf stattfinden, dann verbieten wir halt noch was anderes. Findet keiner statt, widmen wir uns der Frage: Warum gehört Fernsehen zu den Grundbedürfnissen? Warum darf Vater Staat seine Arbeitslosen vor dem Fernseher abladen, Vater Schmitt seine Blagen aber nicht? Und was habe ich heute im Essen gehabt, daß mir solche Gedanken im Kopf rumspuken? Das gehört doch verboten!